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/// September 2010

DIE WAHL IN WIEN
NIGHTLINE bat an den runden Tisch.
DER NINO AUS WIEN
Der Amadeus-Nominierte im Gespräch.
DER VOLLE DURCHBLICK
Das Uni-Leben verstehen!

/// GEWINN MIT NIGHTLINE

PRATEREI #11

One Year of Praterei! Mit Levon Vincent & Nina Kraviz, von uns 2x2 Tickets!

FOCUS ON

Format:B! Olé, olé! Endlich wieder mal in Wien zu Gast, Empfehlung! 2x2!

ATARI TEENAGE RIOT

Ein digital archivierter Aufstand in der ((szene))! 2x2 Karten!

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3x2 Tickets für den Amadeus Awards warten auf Glückliche!

SUPERPUNK

The Return of the Underdogs - in der Arena! Von uns 2x2 Tickets!

STADTPARK NACHT

2x2 Tickets fürs Planetarium, wir freuen uns schon auf Ryan Elliott!

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Seit 5 Jahren wird nun bereits therapiert: Das wird gefeiert! 2x2!

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Wieder mal Feinstes unterm R.T.T.O.S. Stern: 2x2 Tickets!

WIENER MELANGE

Saus und Braus für den guten Zweck in Ottakring, von uns 2x2 Freikarten!

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WRIGLEY

5 GUM immer in unseren Taschen, der iPod bald in einer der euren!

Natascha

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Diplomstudium Germanistk („Deutsche Philologie“) mit 24 Std. Wahlfachmodul „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF). Befindet sich noch bis April in Ghana.

„DaF sieht die Absolvierung eines Unterrichtspraktikums vor, mit der Möglichkeit, das im Ausland zu tun. Ich habe mich für das Auslandspraktikum in Accra, Ghana beworben und den Platz bekommen, der mit dem Erhalt eines Stipendiums einhergeht. Der Grund, dass ich mich für so etwas entschieden habe, ist schnell erklärt: Eine sich bemerkbar machende Stagnation im Job, das Gefühl, das, „was hier ist“, schon zu kennen und dem Bedürfnis nach mehr als immer nur hier sein. Zeit und Umstände waren passend – kein Kind, kein Haus, keine Fixanstellung, noch nicht mal ein Handyvertrag, der zu kündigen gewesen wäre, also nichts, was meine Anwesenheit unabkömmlich gemacht hätte. Da kann man schon mal ein halbes Jahr weggehen und sich etwas Neues ansehen. Außerdem ist ein Auslandssemester ja total abgesichert. Mit Rückflugticket in der Tasche und Stipendium am Konto lässt‘s sich immerhin gut Erfahrungen sammeln.

Mir ging es vor allem um die Selbsterfahrung – ich wollte wissen, was passiert, wenn ich mal außerhalb meines vertrauten  Biotops klarkommen müsste. Allein.

Die ersten Eindrücke waren vor allem zu viele, es gab kein vorsichtiges Herantasten an kulturelle, klimatische und sonstige fundamentale Unterschiede, du steigst aus dem Flieger, und dann bist du eben da. (Klingt banal, ist aber ganz schön drastisch.) Meine größte Herausforderung war das erste Mal schlafen gehen. – Als ich da so vor diesem fremden Bett in diesem fremden Zimmer in dieser fremden Stadt stand und an meinem Moskitonetz herumhantierte, wurde mir klar, dass es jetzt für ein vielleicht-doch-nicht zu spät war. Auch der nächste Tag war noch nicht so einfach („Wo bin ich hier bloß? Warum versteh ich denn nichts, wenn das doch Englisch sein soll? Wollen die mir was tun? Was tun die denn da überhaupt?“), und ich stellte fest, dass mir hier sämtliche europäische Alltagserfahrung rein gar nichts nützen würde. Erst nach und nach gelang es mir, meinen Aktionsradius zu vergrößern und mich in der westafrikanischen Millionenstadt Accra zurechtzufinden.

Dieser Entdeckungsprozess bringt zwar sogar jede Menge Probleme mit sich („Wo kann ich hier Lebensmittel auftreiben? Wie soll ich je wieder nach Hause finden, wenn es weder Straßen noch die dazugehörigen Namen oder Nummern gibt? Kann man das essen? Wie jetzt, es gibt jetzt gerade mal wieder keinen Strom?“), macht aber gleichzeitig auch richtig Spaß, weil einem sogar recht schnell immer mehr gelingt. Ein Auslandssemester – oder in meinem Fall –praktikum – spielt sich ja in zwei neuen Welten ab: einerseits in der universitären, auf der anderen Seite in der außerhalb der Uni, wobei für mich das außeruniversitär Gelernte durchaus den wichtigeren Teil ausmacht. Sicher ist gerade ein Praktikum besonders wichtig, wenn man mit seinem theoretischen Studium auch tatsächlich mal etwas tun möchte, in meinem Fall eben Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten – eine großartige Gelegenheit zur Generalprobe. Aber ich glaube, dass das Erlebnis, das unter ganz anderen Lebensumständen als den gewohnten zuwege bringen zu müssen, weitaus mehr prägt, als die Praxiserfahrung. Was es heißt, Strategien zu entwickeln, als jemand, der geographisch, kulturell und sprachlich immer irgendwie daneben steht und damit aufgrund seines äußerlichen Andersseins auch garantiert auffällt, das weiß ich jetzt.

Und wie es ist, wenn dir Kinder – und ich meine alle Kinder – hinterher rufen, dich unbedingt angreifen wollen oder überhaupt gleich beim Anblick deiner Hautfarbe zu weinen beginnen. Mein Tipp an jeden ist also auf jeden Fall: Tu es!

Wage dich bei deiner Bewerbung auch an Länder heran, von deren Vorzügen du vielleicht noch nicht so viel weißt. Kasachstan zum Beispiel ist unglaublich schön, hab ich mir sagen lassen, und hat auch lang nicht so viele Mitbewerber im Auswahlsverfahren um den Praktikumsplatz wie z. B. Australien. Plane deine Zeit bis zur Abreise nicht nur gut, sondern halte deinen Plan auch ein. Gib dir Zeit, dich einzuleben, bevor du an der Uni beginnst. Gerade wenn du ins außereuropäische Ausland fährst, brauchst du ausreichend Zeit zur Akklimatisierung. Und ganz wichtig: Schaffe dir Verbündete vor Ort. Du brauchst mindestens einen Verbündeten, der dich notfalls ins Spital fahren kann, solltest du das mal brauchen.“

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